Neujahres Ansätze für Deine Krisenvorbereitung Teil 1

von Florian Lesezeit: 10 Min.
Veröffentlicht am 08. Feb 2024 Aktualisiert am 10. Jun 2024
Artikel Titelbild: Neujahres Ansätze für Deine Krisenvorbereitung Teil 1

Das neue Jahr ist noch jung. Du fragst Dich seit kurzer oder längerer Zeit, wie Du Dich auf eine unerwartete Krise vorbereiten kannst? Zur Zeit ist es umso wichtiger, dass Du Dich mit der Krisenvorsorge beschäftigst. Es war bis zum Beginn der sogenannten „C-Pandemie“ in Europa eher ruhig. Das hat dazu geführt, dass die Menschen sich weniger mit Krisen auseinandergesetzt haben. Jetzt zum Jahresanfang wäre der beste Zeitpunkt sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wir lassen Dich nicht hängen. In diesem Beitrag begleiten wir Dich durch die Krisenvorsorge mit Tricks, Tipps und mit unserer Erfahrung. Auf Dich warten folgende Punkte:

Starten wir direkt mit dem ersten Thema, mit dem Du Dich beschäftigen solltest.

1. Vorratshaltung – Fundament für Deine Krisenvorsorge

Alles fängt mit dem Fundament an. Als Krisenvorsorger (Prepper & Survilist) ist die Vorratshaltung das Grundfundament. Eine Vorratshaltung gibt Dir ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Im Notfall hast Du die Möglichkeit länger durchzuhalten und bist nicht gleich von staatlichen Organisationen abhängig.

Wie baue ich mir einen Notvorrat auf?
Am besten ist, wenn Du zum Jahresanfang anfängst. Als erstes solltest Du eine Liste erfassen mit Deinem aktuellen Vorrat, welchen Du bei Dir im Haus oder in der Wohnung hast.

Als nächsten Schritt schreibe auf, welche Lebensmittel vorhanden sind und achte darauf, dass das Verfallsdatum nicht abgelaufen ist. Beachte, dass es Lebensmittel gibt, welche länger als das Verfallsdatum verwendet werden können. Die Lebensmittel, welche bald ablaufen oder schon abgelaufen sind und nicht länger haltbar sind, solltest Du gleich entsorgen.

Sobald Du fertig mit ausmisten bist, kannst Du mit Deiner Liste anfangen. Schnappe Dir einen Block und einen Stift und fange einfach an. Auf der Liste kannst Du Dir den IST-Zustand aufschreiben. Wenn die Liste geschrieben ist, könntest Du Dir überlegen, was Du noch brauchst und vor allem, was Du gerne auf der Liste haben möchtest. Es ist Dir nicht möglich gleich alle Produkte/Lebensmittel in einem Schwung zu kaufen? Das ist kein Problem, das ist in Ordnung.

Diese Liste sollte Dir dazu dienen Dir einen Überblick zu verschaffen. Dadurch hast Du eine Vorstellung dafür, was Dir noch alles fehlt. Du kannst bei jedem Einkauf ein bisschen etwas von Deiner Liste einkaufen. Du kannst ebenso gut auf saisonale Angebote und Sonderangebote achten und dann eine grössere Menge einkaufen.

Das Wichtigste beim Lebensmittelvorrat-Aufbau ist, dass es Nahrungsmittel sind, die Du im normalen Alltag ebenso essen würdest. Dies ist für Deine Moral in Krisenzeiten sehr wichtig.

Du solltest Dinge wie zum Beispiel Schokolade, Kaffee oder Tee ebenso berücksichtigen. Wichtig ist immer darauf zu achten, dass die Lebensmittel eine lange Haltbarkeit aufweisen. Eine Zartbitterschokolade hält länger als eine Milchschokolade. Diese Lebensmittel haben einen positiven Einfluss auf Deine Stimmung. In einer Notsituation könnte das eine wichtige Rolle spielen.

Dein Vorrat sollte nach dem Prinzip „First in – First out (FIFO)“ aufgebaut sein. Dies heisst für Dich, dass Du zuerst die ersten Produkte, die Du einlagerst, im Alltag verbrauchst. Wenn Du eine Dose oder ein Glas Mais aus dem Notvorrat brauchst, sollte immer die Erste der Reihe verwendet werden. Diese Dose bzw. Glas muss beim nächsten Einkauf wieder ersetzt werden. So funktioniert ein rotierender Notvorrat.

Wenn Du Haustiere hast, dann darfst Du diese nicht vergessen! Es wäre total unglücklich, wenn Du Deine Haustiere entweder verhungern lässt oder Deinen eigenen Notvorrat mit ihnen teilen müsstest.

Du solltest in Deinem Lebensmittelvorrat ebenso auf andere Dinge setzen. Im Notfall brauchst Du sicherlich weitere Dinge, wie Hygieneartikel (zB. Seife und Zahnpaste) oder Batterien und Kerzen.

Unsere Vorschläge für geeignete Aufbewahrungsboxen:

2. Notfallplan erstellen oder überprüfen

Ein Notfallplan ist ebenso unverzichtbar wie der Lebensmittelvorrat. Dein individueller Notfallplan ist wichtig um im Notfall schnell und effektiv handeln zu können. In Deinem Notfallplan sollten gewisse Dinge beachtet werden.

Du solltest Deinen persönlichen Notfallplan schriftlich auf ein leeres Blattpapier niederschreiben. Als erstes solltest Du Dir überlegen, wohin Du im Notfall gehen sollst. Du wohnst in einem Hochhaus? Dann wäre es je nach Notfallsituation wichtig, dass Du mit Deiner Familie so schnell wie es geht in ein tieferes Stockwerk wechselst. Zum Beispiel bei Feuer ist die Gefahr gross, dass ihr nicht mehr über die Treppe runtergehen könnt. In Deinem Notfallplan sollte ein Treffpunkt im Freien definiert werden. Dort könnt ihr euch versammeln und als Gruppe die Gefahrenzone verlassen.

Du wohnst in einem Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus? Dann gibt es andere Möglichkeiten, die Du berücksichtigen kannst. Du könntest mit Deiner Familie in ein innenliegendes Zimmer ohne Fenster wechseln. Ein Keller wäre ebenso ein sicherer Ort. Beachte, dass diese zwei Orte nur dann eine Option sind, wenn Du sicher gehen kannst, dass das Haus nicht einsturzgefährdet ist. Sonst kann es gut sein, dass Du und Deine Familie von Schotter eingeschlossen werdet und dadurch nicht mehr raus kommt.

In Deinem Notfallplan solltest Du am besten eine sichere Bug-Out-Location definieren. Dieser sollte nur Dir und Deiner Familie bekannt sein. Wähle einen leicht zugänglichen Ort, wo Du Deinen Notfallplan aufbewahrst. Stelle sicher, dass jeder in Deinem Haushalt weiss, wo der Notfallplan liegt und wie man ihn verwendet.

In Deinem Notfallplan kannst Du Deine Notfallkontakte niederschreiben. Wir meinen die Nummern wie die von Ärtzen, der Feuerwehr oder Polizei. Beachte, dass die Kontaktdaten von Freunden oder Verwandten auf dieser Liste stehen. Dies dient Dir vor allem, wenn sich diese ausserhalb der Gefahrenzone befinden. Dann könnten diese in der Lage sein, Dich im Notfall zu unterstützen.

Du darfst nicht vergessen in Deinem Notfallplan eine Liste der Dinge festzuhalten, welche bei einer Evakuierung unbedingt mitgenommen werden müssen. Das könnten Dokumente wie Pass, Identitätskarte, Führerschein, Versicherungskarten sein oder wenn Du oder eine Person auf Medikamente angewiesen ist, sollten die unbedingt auf der Liste stehen.

Eine gute Übersicht, welche Dokumente in Deine Dokumentenmappe gehören, findest Du im Beitrag:

👉 Wichtige Dokumente: So behältst Du den Überblick

3. Hausapotheke prüfen oder anlegen

Deine Hausapotheke sollte über eine gute Ausstattung verfügen und gut organisiert sein um im Notfall schnell handeln zu können. Jetzt zum Jahresanfang ist der perfekte Zeitpunkt um einen Blick über Deine Hausapotheke zu werfen. Die Hausapotheke ist ein essentieller Teil Deiner Krisenvorsorge. Wir würden Dir empfehlen eine Mischung aus Hausapotheke und Erste-Hilfe Produkten aufzubauen. Die Grundausstattung sollte die folgenden Dinge im Vorrat haben:

Solltest Du regelmässig Medikamente zu Dir nehmen, dann stelle sicher, dass genügend im Vorrat vorhanden sind. Wir würden Dir sehr ans Herz legen, dass Du eine Liste erstellst mit dem Medikament, der richtigen Dosierung und Anweisungen zu den Medikamenten. Diese Liste kann im Notfall hilfreich sein, wenn Du ärztliche Hilfe benötigst.

4. Fazit

In Anbetracht der aktuellen Unsicherheiten im neuen Jahr rückt die Krisenvorsorge immer mehr in den Fokus der Menschen. Die praxisnahen Tipps sollen Dir helfen, aktiv und effektiv für unerwartete Situationen vorbereitet zu sein. Vom Aufbau eines Notvorrats mit Hilfe von Listen und dem “First in – First out (FIFO)”-Prinzip, über die Erstellung eines individuellen Notfallplans mit sicheren Treffpunkten bis hin zur Überprüfung und gegebenenfalls Neuanschaffung einer gut ausgestatteten Hausapotheke – jede Massnahme trägt dazu bei, ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen.

Denke dabei nicht nur an Dich, sondern ebenso an deine Haustiere. Diese konkreten Handlungsempfehlungen sollen Dir ermöglichen, aktiv und vorausschauend Krisensituationen zu bewältigen und so mehr Kontrolle über Deine eigene Sicherheit zu erlangen.

Im zweiten Teil widmen wir uns dann unter anderem Themen wie:

In dieser Ausrüstungs-Liste findest Du gute Produkte, welche wir persönlich ebenso verwenden und Dir ebenfalls empfehlen könnten.

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Über Florian

Florian beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den Themen Prepping und Krisenvorsorge. Aktiv damit begonnen hat er im Jahr 2019, zuvor beschäftigten ihn die Themen bereits wiederkehrend. Seine Mission ist es, Dich mit seinem angeeigneten Wissen und den daraus gewonnenen Ideen in Deiner Krisenvorsorge zu unterstützen.


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