Neujahres-Boost für aufstrebende Preppers Teil 2

von Florian Lesezeit: 10 Min.
Veröffentlicht am 31. Mrz 2024 Aktualisiert am 01. Apr 2024
Artikel Titelbild: Neujahres-Boost für aufstrebende Preppers Teil 2

Im ersten Teil “Neujahres Ansätze für Deine Krisenvorbereitung Teil 1” haben wir die Bedeutung der Vorratshaltung, den Notfallplan und die Hausapotheke behandelt. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und vertiefen unser Verständnis für die physische Vorbereitung, die regelmäßige Prüfung und Wartung der Ausrüstung sowie die Absicherung der Finanzen für den Ernstfall. Gemeinsam vervollständigen wir das Bild einer umfassenden Krisenvorsorge, die auf physische Vorbereitungen, mentale Stärke und finanzielle Absicherung gleichermaßen setzt.

1. Regelmässige Prüfung und Wartung Deiner Ausrüstung

Es ist essenziell Deine Ausrüstung regelmässig zu warten. Da dies im Ernstfall Dein oder das Leben eines anderen retten kann. Gewährleiste, dass Du in regelmässigen Abständen alle Ausrüstungsgegenstände überprüfst und gegebenenfalls reparierst oder austauschst. Damit meinen wir, dass Du z.B. regelmässig die Funktionen von Deiner Taschenlampe testest. Achte darauf, dass Du die Batterie bei Bedarf wechselst. Es ist ratsam, das Du zu jeder Zeit Ersatzbatterien griffbereit hast. Im Notfall ist der Wechsel der Batterie eine Sache von ein paar Sekunden oder wenigen Minuten. Du solltest Deinen Fluchtrucksack in dem gleichen Moment überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Dies kannst Du gut nach den Jahreszeiten umsetzten. Dann kannst Du gleich die Kleider für die aktuelle Jahreszeit tauschen.

Wir würden Dir empfehlen es alle 3 Monate in Deinen Kalender einzuplanen.

2. Finanzen für die Krise absichern

Eine finanzielle Absicherung ist nicht nur für die Krisenvorsorge wichtig. Es muss keinen Crash oder eine landes- oder weltweite Krise geben. Arbeitslosigkeit, Krankheit oder sogar ein wirtschaftlicher Kollaps kann Dich schneller treffen als es Dir lieb ist. Daher solltest Du Dich auf mehreren Ebenen absichern – z.B. mit einem Sparkonto, Bargeld, Wertpapieren sowie Gold und Silber.

Erstelle ein Notfallfonds-Konzept mit verschiedenen Posten. Dies könnte folgendermassen aussehen:
zwei Sparkonten (erklären wir Dir gleich), Bargeld, Gold und Silber. Dein Notfallfonds sollte unbedingt nicht nur aus Sparkonten, Wertpapieren oder digitaler Währung bestehen.

Sparkonto/Bank

Sparkonto 1: Dieses Konto soll Deine Ausgaben für 6 Monate decken können. Du sollst das Geld für den Fall, dass Du Deine Arbeitsstelle verlierst oder andere unvorhergesehene (höhere) Ausgaben verwenden musst, die auf Dich zukommen könnten, sparen. Wir denken an die Ausgaben, wenn z.B. Dein Auto einen Totalschaden hat und Deine Versicherung nicht für den ganzen Schaden aufkommen würde. Als Prepper bist Du unserer Meinung nach auf ein Auto angewiesen. Dazu musst Du Dir im Fall der Fälle keine Sorgen machen, da Du weisst, dass Du noch genügend auf der Seite hast.

Sparkonto 2: Dieses Sparkonto könntest Du für grössere Konsumausgaben, wie Geburtstag, Urlaub und so weiter anlegen. Es sind Ausgaben gemeint, die Du planen kannst.

Du solltest jeden Monat auf beide Sparkonten einen kleinen festen Betrag per Dauerauftrag automatisch überweisen.

Ein grosses ABER gibt es. Wir alle haben vor ein paar Jahren gesehen, wie schnell es in Zypern und Griechenland passieren kann, dass man am Geldautomaten kein Geld mehr abheben kann. Einige Quellen sagen, dass eine Bank an nur einem Wochenende geschlossen werden könnte. Somit ist es für die Bevölkerung nicht mehr möglich ihr erspartes Geld abzuheben.

Durch diesen Fall würden wir Dir davon abraten Dich auf die Regierung zu verlassen und bei einem Blackout oder nach einem Cyberangriff wird es wahrscheinlich so sein, dass Du Dein Erspartes ebenso nicht abheben kannst.

Bargeld

Wie im zweit letzten Absatz beim Sparkonto geschrieben, kann es jederzeit passieren, dass Du nicht mehr auf das Geld, das auf Deinem Bankkonto liegt, zugreifen kannst. Lass es „nur“ einen Stromausfall (Blackout) sein. Da gehen dann alle technischen Geräte nicht mehr.

Daher empfehlen wir Dir, dass Du Zuhause in einem Tresor ausreichend Bargeld in nicht zu grossen Scheinen bunkerst. Du solltest am besten die Kosten für mindestens 3 Monaten damit decken können.

Gold und Silber

Gold und Silber ist der Klassiker unter den Preppers. Du kannst es als Wertanlage oder zum Tauschen verwenden. Gold gilt seit Jahrtausenden als wertstabil. Das sorgt dafür, dass es weltweit als Vermögenssicherung, als Schmuckmetall und als Statussymbol geschätzt wird. Und über Jahrzehnte wurden die wichtigsten Währungen durch Gold gedeckt.

Es gibt seit Jahren den Trend, dass viele Zentralbanken begonnen haben, die Goldbestände erneut zu erweitern. Die Goldbestände diesen als Währungsreserven. Der Grund ist, im Gegensatz zu Papiergeld besitzt Gold kein Ausfallrisiko. Daher ist Gold für Prepper sehr interessant.

Da Silber ein Industriemetall ist, sorgt es für einen stabilen Wert. In den nächsten Jahren wird Silber an Wert gewinnen. Silber war übrigens über Jahrzehnte das Tauschmittel Nr. 1. Sollten wir in eine grössere oder globale Krise fallen, könnte es erneut zum Tauschmittel Nr. 1 werden. Bedenke, dass Du es als Krisentauschmittel eher in kleineren Stückelungen kaufen solltest. Dafür würden 1oz Silbermünzen, 1 Gramm Goldbarren sowie 1/10 und 2/10 Unze Goldmünzen zum Tauschen eignen. Der grösste Nachteil an Gold und Silber ist, dass die meisten Menschen den aktuellen Wert dieser Edelmetalle nicht kennen oder nicht einschätzen können. Das macht es schwierig den passenden Gegenwert zu bestimmen. Eine theoretische Möglichkeit ist, dass man Gold- und Silbermünzen als gesetzliches Zahlungsmittel einsetzen könnte.

Du möchtest Gold und Silber nicht nur für das Tauschen nach einer Krisen nützen, sondern als Vermögenssicherung verwenden. Dann würden sich natürlich grössere Stückelungen eignen.

Entscheidest Du Dich jetzt für Gold- und Silberkauf, dann wäre eine 50/50 Strategie sicherlich nicht die falsche Entscheidung. Es lohnt sich das Ganze aufzuteilen.

Es gibt weitere finanzielle Möglichkeiten wie Wertpapiere. Da wir Wertpapiere nicht als krisensicher empfinden, werden wir auf das Thema nicht weiter eingehen.

3. Mentale Vorbereitung

Die mentale Vorbereitung ist ein wichtiger und entscheidender Aspekt in der Philosophie eines Peppers. Die Philosophie beinhaltet die Entwicklung einer widerstandsfähigen und anpassungsfähigen Denkweise, die es Dir ermöglicht, sich in Krisensituationen schnell und effektiv anzupassen. Eine solche Denkweise kann dazu beitragen, dass Du in schwierigen Situationen Ruhe und Klarheit bewahren kannst. Das hilft Dir wiederum klare und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Die Akzeptanz und das Verständnis sorgt dafür, dass Du Dir bewusst bist, dass Krisen eintreten können. Die Realisierung ermöglicht Dir, sich auf mögliche Herausforderungen mental vorzubereiten ohne in Panik zu geraten. Du lernst mit Unsicherheit und Unbekanntem umzugehen. So kannst Du Dich mental auf verschiedene Szenarien einstellen. Wir empfehlen Dir dazu eine Bewältigungsstrategie für Stress und Angst zu entwickeln. Das kannst Du mit verschiedenen Techniken wie Meditation, Atemübungen und Visualisierung erreichen. Es gibt sicherlich weitere Methoden dies zu erreichen. Durch das mentale Durchspielen verschiedener Szenarien, kannst Du Deine Gedanken und Reaktionen so trainieren, dass Dein Selbstvertrauen und Deine Problemlösungsfähigkeiten gestärkt werden.

Du kannst somit eigene Strategien erlernen, die Dir helfen effektiv Informationen zu sammeln, Alternativen zu bewerten und Entscheidungen zu treffen, welche Deine Überlebenschancen in Krisensituationen verbessern. Du siehst, Deine mentale Stärke kann im Notfall Dein Überleben sowie das von andern sichern.

4. Fazit

Die Bedeutung der Vorbereitung auf Krisensituationen kann nicht genug betont werden. Durch regelmässige Prüfung und Wartung Deiner Ausrüstung sowie die Absicherung Deiner Finanzen mit einem Notfallfonds, das verschiedene Ressourcen wie Sparkonten, Bargeld, Gold und Silber umfasst, schaffst Du eine solide Basis für den Ernstfall.

Die mentale Vorbereitung bildet einen entscheidenden Aspekt dieser Strategie. Sie beinhaltet die Entwicklung einer widerstandsfähigen Denkweise, um sich schnell an neue Situationen anzupassen, sowie die Akzeptanz und das Verständnis, dass Krisen eintreten können. Durch Bewältigungsstrategien für Stress und Angst, wie Meditation und Visualisierung, kannst Du Deine mentale Stärke stärken und Deine Fähigkeit zur Problemlösung verbessern.

Die Kombination aus physischer Vorbereitung und mentaler Stärke ist der Schlüssel, um in Krisensituationen ruhig und besonnen handeln zu können. Indem Du Dich auf diese Weise vorbereitest, erhöhst Du nicht nur Deine eigenen Überlebenschancen, sondern trägst dazu bei, die Sicherheit Deiner Familie und Gemeinschaft zu verbessern.

Du hast den ersten Teil verpasst?
Zum Beitrag “Neujahres Ansätze für werdende Preppers Teil 1”

Hier findest Du das Prepper-Lexikon und eine Liste mit unseren Empfehlungen.

Quellenangabe Titelbild: Tobias Rademacher | Unsplash

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Über Florian

Florian beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den Themen Prepping und Krisenvorsorge. Aktiv damit begonnen hat er im Jahr 2019, zuvor beschäftigten ihn die Themen bereits wiederkehrend. Seine Mission ist es, Dich mit seinem angeeigneten Wissen und den daraus gewonnenen Ideen in Deiner Krisenvorsorge zu unterstützen.


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