Das Prepper Lexikon

von Florian Lesezeit: 5 Min.
Veröffentlicht am 01. Sep 2023 Aktualisiert am 07. Mai 2024
Artikel Titelbild: Das Prepper Lexikon

Manche Begriffe im Prepper-Jargon könnten anfangs verwirrend wirken. Aus diesem Grund ist es unsere Absicht, eine klare Übersicht bereitzustellen. Dadurch möchten wir Dir die Chance bieten, sich in die Welt der Krisenvorsorge einzuarbeiten und Prepper zu werden.

Was ist ein Prepper?

Ein Prepper ist jemand, der Krisenvorsorge betreibt. Er bereitet sich für jegendliche Notsituation und Krisen vor. Jeder Prepper bereitet sich individuell auf die Krise vor, sprich der Schwerpunkt kann sehr unterschiedlich sein. Es kann eine Finanzkrise, Naturkatastrophe, Krieg oder persönliche Krise wie Arbeitslosigkeit sein.


Woher kommt der Begriff Prepper?

Das Begriff “Prepper” stammt ursprünglich aus dem Englischen und wird abgeleitet von “to be prepared”. Wörtlich ins Deutsch übersetzt bedeutet es soviel wie “Der Vorbereiter”. Da es kein richtiges passendes deutsches Wort gibt, ist in den deutschsprachigen Regionen von “Prepper” die Rede.


Was bedeutet EDC?

EDC steht für “Everyday Carry” und bedeutet soviel wie “Gegenstände die Du täglich bei Dir trägst”. Es sind Gegenstände welche zur Bewältigung von Alltagsproblemen oder Notsituationen dienlich sind. Es gibt verschiedene Arten von EDCs. Die wichtigsten EDC’s sind: Daily EDC, Auto EDC und Reise EDC


Was bedeutet IFAK (Individual First Aid Kit)?

Insbesondere Soldaten tragen ein solches Erste-Hilfe-Set während ihrer Einsätze bei sich, um die schwerwiegendsten Verletzungen oder Todesfälle infolge von Kampfhandlungen zu behandeln, wie z.B. starken Blutverlust oder Atemwegsprobleme. Dieses Konzept der medizinischen Versorgung ist integraler Bestandteil der Taktischen Medizin.

Im Gegensatz zu einem regulären Erste-Hilfe-Verbandkasten existieren für ein IFAK weder DIN-Normen noch gesetzliche Beschaffungspflichten. Das Kit repräsentiert eine freiwillige Vorsichtsmaßnahme, die je nach individuellen Bedürfnissen und Situationen ausgestattet werden kann.


Die Gray Man Theorie

Die “Gray-Man-Theorie” lehrt, wie man sich unauffällig in der Masse verhält, um in Krisensituationen unbemerkt zu bleiben. Ein sogenanter “Grauer Mann” ist die unauffälligste, unscheinbarste und gewöhnlichste Person in jeder Umgebung. Der Gray-Man fügt sich in die Umgebung ein und beherrscht die Kunst des Verbergens. Graue Personen wirken wie Teil des Hintergrunds und werden erst bemerkt, wenn man gezielt nach Ihnen sucht. Das Ziel ist, keine Aufmerksamkeit zu erregen und niemanden darauf aufmerksam zu machen, dass man überlebensfähig ist oder Ausrüstung bei sich trägt.

Die Grauer-Mann-Theorie wird in militärischen Operationen, Überwachung und Spionage angewendet. Einige der relevantesten Anwendungen finden sich jedoch in Zeiten der Unsicherheit, bei Zusammenbrüchen der Rechtsordnung (Systems) und in den Folgen von Katastrophen. In Gefahrensituationen wird angestrebt, wie eine durchschnittliche Person zu wirken – unscheinbar und unauffällig.


Meal, Ready-to-Eat

Kurz gesagt: MRE – die Abkürzung für Militärische Feld-Ration. Sie ist auch als “Eiserne Ration” bekannt und wird vom Militär eingesetzt, wenn herkömmliche Feldküchen nicht verfügbar sind. Das MRE, eine Komplettlösung inklusive chemischer Erwärmung, erfreut sich großer Beliebtheit bei Preppern, auch wenn es nicht besonders kostengünstig ist.


CB-Funk

CB-Funk steht für “Citizen’s Band Funk”. Die von Privatpersonen für persönliche Kommunikation und Information Austausch genutzt wird. Diese Art von „Jedermannfunk“ ist ohne Lizenz und laufende Kosten nutzbar. Diese Funkgeräte verwenden UHF (Ultra High Frequency)-Bänder und sind normalerweise auf kurze Reichweiten ausgelegt, typischerweise im Bereich von einigen Kilometern bis zu etwa 10 Kilometern. Je nach CB-Antenne kommst Du über die 10 Kilometern hinaus. Der grosse Nachteil von CB-Funk ist, dass jeder mithören kann. Es findet keine Verschlüsselung statt.


First in – First out (FIFO)-Prinzip

Das Prinzip spielt eine entscheidende Rolle in der Vorbereitung auf unvorhergesehene Ereignisse. Es gewährleistet, dass ältere Vorräte vor neueren verwendet werden, um die Lagerbestände effektiv zu verwalten. Dies nicht nur zur Erhaltung der Frische, sondern auch zur Maximierung der Haltbarkeit der Ressourcen. Durch die gezielte Anwendung dieses Prinzips können Prepper sicherstellen, dass Ihre Vorbereitungen stets optimal auf aktuelle Bedürfnisse abgestimmt sind.


Was ist ein Bug Out Bag (BOB) ?

Ein Bug Out Bag, wird oft einfach BOB genannt und hat den Zweck, dass Du in einer Krisensituation mit nur wenig Zeit einfach den fertig gepackten Rucksack in die Hand nehmen kannst, wenn du das Haus für eine Zeit lang verlassen musst. „Bug out“ ist Englisch und bedeutet auf Deutsch nichts anderes als „abhauen“ oder „verschwinden“. Damit ist ein BOB nichts anderes als ein normaler Fluchtrucksack. Dieser sollte alles Wichtige enthalten, was du auf einer vorübergehenden Flucht benötigen könntest. Du solltest für rund 72 Stunden (dient als Richtwert) von Deinem Fluchtrucksack leben können.

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Über Florian

Florian beschäftigt sich seit einigen Jahren mit den Themen Prepping und Krisenvorsorge. Aktiv damit begonnen hat er im Jahr 2019, zuvor beschäftigten ihn die Themen bereits wiederkehrend. Seine Mission ist es, Dich mit seinem angeeigneten Wissen und den daraus gewonnenen Ideen in Deiner Krisenvorsorge zu unterstützen.


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